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reizvollen Anlagen unserer Kreisstadt, vor allem der Hutberg, sind
mit dem Namen des Gärtnermeisters Wilhelm Weiße untrennbar
verbunden, als deren eigentlicher Schöpfer er Ruhm erlangt hat.
1846 in Kamenz geboren und die Gartenkunst erlernt, betrieb er ab
1883 eine Gärtnerei und Baumschule, an der heutigen Poststraße
gelegen. Er erwarb sich große Verdienste um die Verschönerung
der Stadt und errang durch Klimaforschung, Züchtungs- und Veredlungs-erfolge
wissenschaftlichen Ruf. Besonderes Augenmerk richtete er auf die Beschaffung
und Weiterzüchtung fremdländischer Gehölze, vor allem
Koniferen. Aus Nordamerika ließ er sich von einem dortigen Mitarbeiter
keimfähigen Samen der bläulichen Picea pungens (Blaufichte)
schicken und züchtete daraus in seinen Gewächshäusern
junge Pflanzen heran, aus denen in den späteren Jahren der erste
"Blaue Wald" Deutschlands am Hutberg entstand, der Kamenz
so bekannt und berühmt gemacht hat. |
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